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Welche Arten von Rohrverschraubungen gibt es?

Verschiedene Typen von Rohrverschraubungen

Worauf es bei der Auswahl von Rohrverschraubungen mit geringem Durchmesser wirklich ankommt

Installation von Rohrverschraubungen mit geringem DurchmesserIn Fluidsystemen sollte bei der Auslegung und Konstruktion von Verschraubungen stets auf höchste Zuverlässigkeit gesetzt werden – insbesondere bei Verschraubungen mit geringem Durchmesser. Diese kommen an wichtigen Verbindungspunkten zum Einsatz und sorgen für einen leckagefreien Betrieb, sodass Sie in Ihrer Anlage eine hohe Sicherheit und betriebliche Effizienz erreichen.  

Da es jedoch eine Vielzahl unterschiedlicher Verschraubungen gibt, ist es bei der Anpassung bestehender oder der Auslegung neuer Systeme mitunter nicht immer sofort klar, welche Verschraubungen für den jeweiligen Anwendungsbereich am besten geeignet sind.

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Wie finden Sie die passende Verschraubung für Ihre Anforderungen? Im Folgenden werden wir uns einige gängige Arten von Verschraubungen, ihre Eigenschaften und Vorteile etwas genauer ansehen:

Was sind Gewindeverschraubungen?

Werden zwei Gewindekomponenten miteinander verbunden, spricht man von einer Gewindeverschraubung. Die beiden Komponenten unterscheiden sich dadurch, dass eine mit einem Außengewinde und die andere mit einem Innengewinde versehen ist. Die Komponente mit dem Gewinde an der Außenseite wird dabei in die Komponente mit Gewinde auf der Innenseite eingeschraubt.

Rohrverschraubung mit zylindrischem GewindeEs gibt zwei unterschiedliche Arten, nämlich Gewindeverschraubungen mit zylindrischen oder parallelen Gewinden, und solche mit konischen Gewinden. Zylindrische Gewinde sind darauf ausgelegt, eine Mutter auf dem Körper einer Rohrverschraubung zu befestigen. Für eine leckagefreie Verbindung sind Zusatzkomponenten wie Dichtungen und O-Ringe oder ein Metall-auf-Metall-Kontakt erforderlich. Daher werden zylindrische Gewinde meist in Systemen mit einem Maximaldruck von 5.000 psi eingesetzt.

Rohrverschraubung mit konischem GewindeKonische Gewinde stellen hingegen eine dichte Verbindung her, indem Innen- und Außengewinde gegeneinander gezogen werden. Die Gewinde verlaufen in diesem Fall in einem gewissen Winkel zur Mittellinie, während sie bei geraden Gewinden parallel zur Mittellinie verlaufen. Damit an der Verbindungsstelle keine Medien austreten, muss mit Dichtmitteln oder Abdichtband gearbeitet werden. Ein gutes Dichtmittel trägt auch dazu bei, das sogenannte Fressen zu vermeiden, bei dem sich zwei in Kontakt befindliche Oberflächen durch Kaltverschweißen ineinander verklemmen. Konische Gewinde eignen sich besonders bei Systemdrücken von bis zu 15.000 psi.


Icon Systemdruck

Zylindrische Gewinde kommen meist in Systemen zum Einsatz, deren Druck 5.000 psi nicht übersteigt. Konische Gewinde eignen sich besonders bei Systemdrücken von bis zu 15.000 psi.


Erfahren Sie mehr über Gewindegröße und -steigung

Neben den erwähnten Druckgrenzen kommen bei der Entscheidung für zylindrische oder konische Gewindeverbindungen oft auch persönliche Vorlieben zum Tragen. Bei marktüblichen Gewindeverschraubungen sind die gängigen Standards in der Regel erfüllt, allen voran British Standard Pipe (BSP) und National Pipe Thread (NPT). Um mögliche Verwechslungen und Anwendungsfehler zu vermeiden, kann es jedoch von Vorteil sein, die standardisierte Verwendung eines Typs in der gesamten Anlage vorzuschreiben.

Was sind Klemmringverschraubungen?

Im Gegensatz zu Gewindeverschraubungen werden bei Klemmringverschraubungen typischerweise Klemmringe eingesetzt, um eine leckagefreie Verbindung herzustellen. Beim Festziehen der Mutter wird der Klemmring zwischen der Mutter und der Verschraubung zusammengedrückt. Infolgedessen sorgt der Klemmring für einen festen und effektiven Halt an der Rohrleitung und eine dichte Verbindung. Die Zuverlässigkeit einer solchen Verbindung hängt davon ab, wie gut der Klemmring seine Funktion erfüllt. Klemmringverschraubungen bieten außerdem den Vorteil, dass sie einfach zu montieren und zu demontieren sind.

Verbesserter Halt und höhere Dichtleistung
Klemmringverschraubungen mit zwei Klemmringen sorgen für einen noch besseren Halt und eine zuverlässigere Abdichtung.



Welche Arten von Klemmringverschraubungen gibt es?

Bei den verschiedenen heutzutage üblichen Klemmverschraubungen gibt es eine Reihe wichtiger Auslegungsunterschiede. Die hier dargestellte Schneidringverschraubung mit einem und zwei Klemmringen verkeilt sich bei der Montage. Hierbei wird die Vorderkante des Schneidrings fest in die Oberfläche der Rohrleitung gedrückt und stellt eine feste Verbindung her. Die Vorderkante solcher Schneidringverbindungen ist für einen festen Halt auf der Rohroberfläche ausgelegt. Bei Vibrationen, Stößen, Thermoschocks oder seitlichen Belastungen an der Verschraubung bietet eine solche Verbindung aufgrund des minimalen Kontakts jedoch nur begrenzten Halt. In einem dynamischen System kann es daher passieren, dass es zu einer Beschädigung der Rohrleitung kommt oder diese aus der Verbindung herausgerissen wird.

Verschraubungen mit einem und zwei Klemmringen im Vergleich

Klemmringverschraubungen mit zwei Klemmringen sorgen für einen noch besseren Halt und eine zuverlässigere Abdichtung. In diesem Fall wird eine gasdichte Verbindung zwischen dem vorderen Klemmring und dem Außendurchmesser der Rohrleitung sowie zwischen der Dichtungsfläche des Körpers erzeugt. Der hintere Klemmring hat die Hauptaufgabe, die Rohrleitung fest in der Verschraubung zu halten. Während der Installation schiebt der hintere Klemmring den vorderen in axialer Richtung vor und sorgt in radialer Richtung für einen stabilen Halt um die Rohrleitung.

Hohe Vibrationsbeständigkeit

 

Mechanische Klemmringverschraubungen mit zwei Klemmringen sorgen für eine hohe Vibrationsfestigkeit bei gleichzeitig zuverlässiger Klemmfestigkeit und Haltekraft.



Mechanische Klemmringverschraubung für mittlere Drücke Eine mechanische Klemmringverschraubung mit zwei Klemmringen wie die Swagelok® Rohrverschraubung mit Scharnier-Spann-Effekt kann eine noch bessere Haltekraft und Abdichtung erzielen. Durch den Scharnier-Spann-Effekt ist eine größere Fläche des hinteren Klemmrings in Kontakt mit der Rohrleitung. Dieses Material sorgt für eine direkte und axiale Verstärkung der Haltefunktion. Durch dieses Design ist außerdem die Wahrscheinlichkeit geringer, dass sich die Verschraubung in Anwendungen mit Vibrationsbelastung von der Rohrleitung löst. Die Verschraubung hat einen minimalen Bewegungsspielraum, ohne dabei an Klemmfestigkeit und Haltekraft einzubüßen. Diese Bewegung wird auch als „Rückfederung“ bezeichnet und sorgt für eine hohe Vibrationsfestigkeit. Durch die langen Dichtungskontakte zwischen den Klemmringen und der Rohrleitung ist diese mechanische Dichtung zudem äußerst gasdicht. Diese Art der Verschraubung eignet sich gut für Anwendungen, in denen leckagefreie Verbindungen von höchster Priorität sind.

Erfahren Sie mehr über die Vorteile der Rohrverschraubungen von Swagelok

Vergleich der unterschiedlichen Arten von Rohrverschraubungen

Was sind mechanische Klemmringverschraubungen?

Mechanische Rohrverschraubungen für mittleren Druck sind eine weiterentwickelte Form der Klemmringverschraubung mit zwei Klemmringen und zeichnen sich durch eine hohe Leistungsfähigkeit sowie eine effiziente Installation aus. Die Swagelok®-Rohrverschraubungen der Serie FK für mittlere Drücke sind ein gutes Beispiel dafür, inwiefern sich Klemmringverschraubungen und mechanische Klemmverschraubungen unterscheiden. Bei der Serie FK ist der Scharnier-Spann-Effekt ähnlich wie bei der Swagelok-Standardverschraubung mit zwei Klemmringen, sie hat aber einen Verschraubungskörper mit Innengewinde, eine Mutter mit Außengewinde sowie vorkonfektionierte Klemmringe. Durch diese Konstruktion wird eine einzigartige dynamische Keilwirkung erzielt. Dieser dynamische Keil ermöglicht eine Montage und Wiedermontage nach Drehmoment und ist prüflehrenfähig nach der ersten Montage. Durch die Auslegung mit zwei Klemmringen wird ein besserer Halt auf der Rohrleitung sowie eine leckagefreie Gasdichtigkeit erzielt – sowohl bei der ersten als auch bei allen nachfolgenden Installationen.

Swagelok-Rohrverschraubungen der Serie FK für eine leckagefreie Abdichtung

Rohrverschraubungen der Serie FK sind zusätzlich mit einer vormontierten Patrone ausgestattet, die die beiden Klemmringe sowie die Mutter enthält. Mithilfe dieser Patrone wird sichergestellt, dass die Klemmringe korrekt ausgerichtet und installiert werden. Dank dieser Eigenschaften tragen die Rohrverschraubungen der Serie FK dazu bei, Installationszeiten zu verkürzen und Montage- und Wartungskosten zu verringern. Gleichzeitig sorgen sie für eine zuverlässige Verbindung und damit für längere Betriebszeiten in einer Vielzahl von Anwendungen.

 

Konus-/GewindeverschraubungWas sind Konus-/Gewindeverschraubungen?

Die Konus-/Gewindeverschraubungen von Swagelok sind in vielen unterschiedlichen Legierungen und Auslegungen erhältlich und lassen sich in Anwendungen mit mittleren bis hohen Drücken einsetzen. Dank ihrer zuverlässigen Leistung gelten diese Hochdruckverschraubungen seit vielen Jahren als Standard in verschiedenen anspruchsvollen Anwendungen.

Bei der Verwendung von Konus-/Gewindeverschraubungen sind in der Regel besondere Rohrleitungen mit größerer Wandstärke und höherer Druckstufe erforderlich. Leistungsstarke Konus-/Gewindeverschraubungen setzen sich aus einem Stützring, einer Hülse sowie einer Verbindung mit Innengewinde zusammen und enthalten eine Leckagetestbohrung, anhand derer Leckagen erkannt und eine ordnungsgemäße Installation geprüft werden kann.

Querschnitt einer Konus-/Gewindeverschraubung

Bei der Vorbereitung und Installation von Konus-/Gewindeverschraubungen ist besondere Sorgfalt geboten. Zur Herstellung der Verbindung sind neben speziellen Montagewerkzeugen auch Schmiermittel erforderlich, um die Reibung während des Schneidprozesses zu reduzieren. Das Rohrende muss zunächst mit entsprechenden Konus-/Gewindewerkzeugen vorbereitet werden, bevor die Verbindung hergestellt werden kann. Dabei muss besonders darauf geachtet werden, dass am Rohrende keine Grate, Furchen oder Kratzer zurückbleiben. Nach der Vorbereitung des Rohrs wird eine Hülse auf das Rohr geschraubt und der Verschraubungskörper wird mit einem Stutzen abgedichtet. Bei Systemen, die regelmäßig Stößen oder Vibrationen ausgesetzt sind, sollten darüber hinaus vibrationsdämpfende Komponenten zum Einsatz kommen, um die Haltbarkeit der Rohrverbindung zu verlängern. Bei ordnungsgemäßer Montage bieten Konus-/Gewindeverschraubungen langfristig eine hohe Leistungsfähigkeit – und das selbst in anspruchsvollsten Fluidsystemanwendungen.

Installation von Konus-Gewindeverschraubungen und mechanischen Klemmringverschraubungen (Serie FK) im Vergleich.

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Erweitern Sie Ihr Wissen rund um Verschraubungen

Nachdem Sie nun die wichtigsten Unterschiede zwischen den erhältlichen Rohrverschraubungstechnologien kennengelernt haben, sind Sie künftig besser in der Lage, die richtige Auswahl für Ihre Fluidsystemanwendungen zu treffen. Allerdings sollten Sie beachten, dass dieser Artikel lediglich die Grundlagen von Rohrverschraubungen mit geringem Durchmesser abdeckt. Es gibt viele weitere Faktoren, die bei der Auswahl und Installation von Rohrverschraubungen zu berücksichtigen sind. Swagelok-Schulung zur Installation von Rohrverschraubungen

Wenn Sie mehr zum Thema Rohrverschraubungen mit geringem Durchmesser erfahren möchten, werfen Sie einen Blick in die umfassenden Schulungsangebote von Swagelok. In unseren Schulungsprogrammen geben wir Ihnen wertvolle praktische Hilfsmittel an die Hand, mit denen Sie Ihre alltäglichen Aufgaben bei der Auslegung, beim Betrieb und bei der Instandhaltung von Fluidsystemen im Handumdrehen meistern. Die ausführlichen und praxisorientierten Schulungen unserer erfahrenen Experten richten sich sowohl an neue Teammitglieder als auch versierte Branchenprofis. Neben weiteren Themen rund um Fluidsysteme erfahren Sie in diesen Kursen alles, was Sie bei der Auswahl, Installation, Prüfung und Fehlerbehebung bei Rohrverschraubungen beachten müssen. Weitere Informationen zu unseren Schulungsangeboten finden Sie unter dem folgenden Link.

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