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Übersicht zu PFAS in Swagelok-Produkten



Für einen sicheren, leistungsfähigen und rechtskonformen Betrieb in verschiedenen Branchen spielen die Auswahl der richtigen Produkte sowie die Einhaltung von Vorschriften eine entscheidende Rolle. Über das weltweite Netzwerk an autorisierten Vertriebs- und Servicezentren von Swagelok erhalten Sie fachkundige Informationen und Unterstützung zu all Ihren Fragen rund um PFAS in Swagelok-Produkten. Die lokalen Vertriebs- und Servicezentren beraten Sie außerdem zu Themen wie Produktauswahl und PFAS-bezogenen Dokumentationsanforderungen. Erfahren Sie mehr über die Eigenschaften und die Verwendung von Fluorchemikalien in Swagelok-Produkten sowie die damit verbundenen Sicherheitshinweise und Vorschriften.

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Fakten zu Fluorchemikalien

PFAS

Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS) sind organische Verbindungen, die mindestens eine perfluorierte Kohlenstoffgruppe enthalten.Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS) bilden eine Gruppe von über 10.000 fluorierten Stoffen, zu denen stabile Fluorpolymere wie FKM, FFKM und PTFE zählen. Als Sitz- und Dichtungswerkstoffe kommen diese in einer Vielzahl von Swagelok-Produkten zur Anwendung. PFAS umfassen eine große Gruppe fluorhaltiger Verbindungen.

Da Fluor die höchste Elektronegativität aller Atome aufweist, bildet es in organischen Molekülen (Moleküle mit einem Kohlenstoffgerüst) sehr starke Bindungen. Fluorhaltige Polymere, wie beispielsweise PTFE, FFKM und FKM, zeichnen sich durch eine extrem hohe Chemikalien- und Temperaturbeständigkeit aus. Aufgrund der einzigartigen Eigenschaften von Fluor lassen sich Fluorpolymere ohne Leistungseinbußen nicht ohne Weiteres ersetzen.

Forschungsergebnisse zeigen, dass nicht alle Fluorchemikalien als gleichwertig betrachtet werden sollten. So wurde beispielsweise nachgewiesen, dass sich nicht alle Fluorchemikalien im Körper anreichern und nicht alle als gesundheitsschädlich einzustufen sind. Insbesondere Fluorpolymere haben sich als wenig bedenklich erwiesen. Im Rahmen mehrerer Studien konnte bestätigt werden, dass einige kurzkettige Fluorchemikalien (insbesondere C8) mit Gesundheitsrisiken und/oder Bioakkumulation assoziiert sind. Einige große Fluorpolymerhersteller haben sich freiwillig verpflichtet, die Emissionen von nicht-polymeren PFAS zu reduzieren (2024: 0,009 % in Luft; 0,001 % in Wasser; 2030: 0,003 % in Luft; 0,0006 % in Wasser*).

Gemäß unseren Due-Diligence-Prozessen erwirbt oder nutzt Swagelok seit Oktober 2025 keine der folgenden fünf PFAS, die derzeit von den wichtigsten Aufsichtsbehörden weltweit reguliert werden: FPOA, PFOS, HFPO-DA, PFHxS, PFNA.


Im Kontext regulatorischer Vorgaben plädieren Organisationen und Branchenverbände wie die Performance Fluoropolymer Partnership (PFP) und die Fluoropolymer Products Group (FPG) für einen differenzierten und wissenschaftlich fundierten Ansatz, der zwischen wesentlichen und nicht wesentlichen Verwendungszwecken unterscheidet. So sollen die unbeabsichtigten Folgen eines vollständigen Verbots aller fluorierten Verbindungen in Sektoren vermieden werden, die auf diese Anwendungen angewiesen sind. *Manufacturing-Programme-Press-Statement-26-March-2025-.pdf (Pressemitteilung des Manufacturing Programme vom 26. März 2025 (nur auf Englisch verfügbar)

 

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Optionale Sitz- und Dichtungswerkstoffe in Swagelok-Produkten

Die Sitze und Dichtungen von Swagelok umfassen auch Lösungen für Fluidsysteme, die nicht die erhöhte Chemikalien- und Temperaturbeständigkeit erfordern, wie sie fluorierte Sitz- und Dichtungswerkstoffe bieten. Da diese Optionen keine Fluorverbindungen enthalten, liegen die Temperaturnennwerte in der Regel unterhalb des Standardbereichs.

PFAS-freie Sitz- und DichtungswerkstoffeWerkstoffwissenschaftler bei der Prüfung eines Ventilbauteils

  • PEEK
  • Polyimid (z. B. Vespel®)
  • UHMWPE
  • Legierung X-750
  • Nitril (z. B. Buna-N, Buna-C)
  • Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM)
  • Polychloropren (auch bekannt als Neopren)

PFAS-haltige Sitz- und Dichtungswerkstoffe

  • PTFE
  • PFA
  • PCTFE
  • FKM (z. B. Viton)
  • FFKM (z. B. Kalrez®, Simriz®, Perlast®, Chemraz®)

Beispiele für PFAS-freie Produktoptionen:

Kugelhähne der Serie 60 von Swagelok

Nicht fluorierte Schmiermittel sind auf Anfrage erhältlich. Optional erhältliche nicht fluorierte Sitzwerkstoffe:Für Kugelhähne der Serie 60 von Swagelok sind PFAS-freie Produktoptionen erhältlich

  • Legierung X-750
  • PEEK
  • UHMWPE

Optional erhältliche nicht fluorierte Werkstoffe für Flanschdichtungen:

  • Nitril (z. B. Buna-N, Buna-C)
  • Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM)
  • Polychloropren (auch bekannt als Neopren)
  • Hinweis: Spindelstutzen ist mit PTFE beschichtet

Rückschlagventile der Serie C von Swagelok

Optional erhältliche nicht fluorierte Werkstoffe für Flanschdichtungen:Für Rückschlagventile der Serie C von Swagelok sind PFAS-freie Produktoptionen erhältlich

  • Nitril (z. B. Buna-N, Buna-C)
  • Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM)
  • Polychloropren (auch bekannt als Neopren)
  • Hinweis: Bei Ventilen mit Einlassdichtung ist diese mit PTFE beschichtet.

 

 

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Vorschriften zu Fluorchemikalien

Die meisten Länder verfügen über eigene Rechtssysteme und Gesetze zur Regelung chemischer Beschränkungen, darunter auch die 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU). Ausnahmen sind für wesentliche Verwendungszwecke vorgesehen. Das Stockholm-Konvention ist ein internationaler Vertrag, dessen Ziel die Begrenzung persistenter organischer Schadstoffe ist. Dabei handelt es sich eher um ein Übereinkommen als um ein Gesetz.

Internationale Rechtsvorschriften

Land Rechtsgrundlage Verwaltet durch:
EU REACH-Verordnung: Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien Europäische Chemikalienagentur (ECHA)
USA Toxic Substances Control Act (TSCA) Environmental Protection Agency (EPA)
Kanada Canadian Environmental Protection Act (CEPA) Environment and Climate Change Canada (ECCC)
Großbritannien REACH-VERORDNUNG UK Health and Safety Executive (HSE)
Nordirland REACH-VERORDNUNG EU Europäische Chemikalienagentur (ECHA)
China Dekret 591 (Verordnung über den sicheren Umgang mit Gefahrstoffen) Regierungsrat
Japan Chemical Substance Control Law (CSCL) Ministry of Economy, Trade and Industry (METI), Ministry of Health, Labour and Welfare (MHLW), Ministry of the Environment (MOE)

In vielen Ländern ist gesetzlich geregelt, welche Chemikalien mit Trinkwasser in Kontakt kommen dürfen. In den USA kommt Perfluoroctansäure (PFOA) nicht mehr bei der Verarbeitung von Fluorpolymeren zum Einsatz. Hexafluorpropylenoxid-Dimer-Säure (HFPO-DA) findet als Hilfsmittel bei der Verarbeitung zwar Verwendung, geht jedoch nicht in das Polymer über. Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) kommt in Textilien und Feuerlöschschaum zum Einsatz, wird jedoch schrittweise außer Verkehr gebracht.

Ihr zuständiges Vertriebs- und Servicezentrum unterstützt Sie gerne bei der Produktauswahl.

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