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Erfolgreicher Gasfeldbetrieb in der Nordsee

Öl- und Gasplattform in der Nordsee

360° Systemexpertise: Sicherer Gasfeldbetrieb in der Nordsee mit Swagelok

Pipelines für den GastransportDie Herausforderung: Aufbau einer Hochrisiko-Gasanlage in der Nordsee

Das Vorhaben eines großen europäischen Öl- und Gaskonzerns mit Sitz im Vereinigten Königreich, ein Gaskondensatfeld in der Nordsee zu erschließen, ging mit hohen Erwartungen einher. Das 250 km östlich vom schottischen Aberdeen gelegene Gasfeld wurde als unbemannte Plattform konzipiert, die an eine nahegelegene Prozesseinrichtung angeschlossen ist.

Zusätzlich zu der rauen und unbeständigen Umgebung der Nordsee gingen mit dem Standort auch immense technische Herausforderungen einher. Die Gasförderung über die Bohrlöcher erfolgt über Ultrahochdruck- und Hochtemperaturverfahren (uHPHT), bei denen korrosive Gasströme austreten, die Schwefelwasserstoff enthalten können. Damit das Gas sicher eingedämmt und transportiert werden konnte, musste die Anlage mit speziellen Legierungen konstruiert und eine präzise Installation sichergestellt werden. Für den Betreiber und den von ihm beauftragten Anbieter von Planungs-, Beschaffungs- und Montageleistungen (EPC-Anbieter) ging es nun darum, einen Projektpartner auszuwählen, der nicht nur die hochspezialisierten Werkstoffe für das Vorhaben liefern, sondern auch eine fehlerfreie Umsetzung in einer technisch hochkomplexen Umgebung sicherstellen konnte.

Die Vorgehensweise: Die Ressourcen des weltweiten Netzwerks von Swagelok ausschöpfen

Die Spezifikationen für einen Offshore-Betrieb in der Nordsee sahen bereits den Einsatz von Swagelok-Produkten vor und der Betreiber unterhielt zudem eine langjährige und vertrauensvolle Geschäftsbeziehung zu Swagelok Scotland, Teesside & Ireland. Während Swagelok Norway mit dem norwegischen EPC-Anbieter zusammenarbeitete und die Angebotserstellung und Lieferung der Instrumentierungslösungen verantwortete, kam es auch auf eine enge Abstimmung zwischen dem Anlagenbetreiber und Swagelok Scotland an. Bei der Spezifikation der Rohrleitungen erhielten die Design Engineers bereits frühzeitig Unterstützung durch Swagelok Denmark. Die Swagelok Company kümmerte sich ihrerseits um die übergreifende Koordination zwischen den Regionen. Dies beinhaltete insbesondere eine klare Festlegung von Überwachungs- und Steuerungsmechanismen sowie das Management der Baugruppenlieferanten. Schon früh fiel die Entscheidung auf zwei Legierungen, die den anspruchsvollen Umgebungsbedingungen des Gasfeldes standhalten konnten: Inconel 625 und Super-Duplex-Edelstahl (SAF™ 2507) Doch damit war es nicht getan.

Anpassung des Projektumfangs: Wenn der Lieferant vor Ort mit anpackt

Zusätzlich zur Produktlieferung begleitete Swagelok dann im Verlauf der Planungs- und Konstruktionsphase auch die Installationsarbeiten direkt vor Ort. 2022 nahmen Swagelok Norway und Swagelok Scotland Gespräche mit dem EPC-Anbieter auf, um den Schulungs- und Prüfungsbedarf zu klären. Die Vorgaben des Betreibers sahen vor, dass alle Monteure über eine Zertifizierung des Engineering Construction Industry Training Board (ECITB) verfügen müssen. Swagelok unterstützte diesen Vorgang und trug dazu bei, dass die Betreibervorgaben eingehalten wurden.

Ingenieure bei einem Gasfeld in der NordseeIm ersten Schritt nahmen die Field Engineers von Swagelok eine nachträgliche Inspektion der Rohrleitungssysteme mit kleinen Nennweiten vor. Im November 2023 erfolgte der erste Vor-Ort-Rundgang mit dem Baugruppenlieferanten und bis März 2024 wurden 83 Stellen identifiziert und dokumentiert. Dadurch konnten kostspielige Verzögerungen aufgrund von nachträglichen Anpassungen vermieden werden. Die an den Baugruppenpaketen festgestellten Probleme veranlassten den EPC-Anbieter und den Betreiber dazu, gemeinsam eine Lösung zu erarbeiten, um diese Probleme künftig zu vermeiden.

Die ursprüngliche Planung sah vor, dass im Rahmen von zwei auf zehn Tage angelegten Inspektionen die Baugruppenpakete beim Anbieter in Großbritannien sowie im Fertigungswerk in Norwegen geprüft werden. Daraus entwickelte sich rasch mehr. Swagelok Scotland und Swagelok Norway unterstützten daraufhin mit ihren Engineering Services und begleiteten Installationsprogrammen. Zusammen mit dem Team des EPC-Anbieters konnten die Field Engineers von Swagelok ihre Expertise anhand von produkt- und sicherheitsspezifischen Einweisungen einbringen, die Installation anleiten und wöchentliche Lagerbestandskontrollen durchführen. Schlussendlich unterstützte Swagelok das Projekt allumfassend mit eigenen Mitarbeitern vor Ort über 40 Wochen hinweg.

Das Ergebnis: Swagelok liefert gewohnte Qualität und sorgt für die Einhaltung der Spezifikations- und Dokumentationsanforderungen

Durch die Einbindung von Swagelok auf allen Ebenen des Projekts profitierten der Betreiber und der EPC-Anbieter von messbaren Vorteilen:

  • Keine Beanstandungen: Mittels täglicher Inspektionen und einer durchgehenden Projektüberwachung stellte Swagelok sicher, dass alle Rohrverschraubungen und Armaturen werksseitig mängelfrei geliefert wurden. Dadurch konnten nicht nur teure Nacharbeiten auf der Offshore-Plattform verhindert, sondern auch die Projektübergabe deutlich effizienter abgewickelt werden.
  • Lückenlose Dokumentation aller Anlagenkomponenten: Mit umfassender Expertise in der Entwicklung von Rohrleitungssystemen mit kleinen Nennweiten erstellte Swagelok Scotland ein detailliertes Anlagenverzeichnis. In den R&I-Fließbildern wurde jede Leitungsnummer mit den exakten Teilenummern der jeweiligen Rohrleitungen, Armaturen, Ventile und Instrumentierungseinrichtungen von Drittanbietern verknüpft. Die Rückverfolgbarkeit wurde dadurch maßgeblich verbessert und künftige Wartungstätigkeiten sowie das Anlagenmanagement werden wesentlich vereinfacht.
  • Erhebliche Zeitersparnis: Dank der begleiteten Installation sowie der Durchführung von hydrostatischen Drucktests und Systemspülungen durch Swagelok konnte der Projektzeitplan um 6 bis 8 Wochen verkürzt werden.

Öl- und Gasplattform in der Nordsee

Knut Marker, Konstruktionsspezialist bei Swagelok Norway fasst zusammen: „Da wir vor Ort waren und die Inspektion und Dokumentation aller Installationen vorgenommen haben, konnten wir ein umfassendes Servicepaket bereitstellen, durch das unser Kunde Zeit und Kosten gespart hat. Auch der EPC-Anbieter bewertete unsere enge Einbindung als entscheidend für den Projekterfolg.“


Und das Ergebnis? Verbesserte Geschäftsbeziehungen und gefestigtes Kundenvertrauen

Im August 2025 war es dann soweit: Das fertige Topside-Modul konnte installiert werden. Mit mängelfreien Rohrleitungen, deutlich reduzierten Nacharbeiten und einer effizienteren Fertigung dank der Field Engineers von Swagelok konnten der Betreiber und der EPC-Anbieter sicher sein, dass die Installationen von Anfang an korrekt ausgeführt wurden.

Die Zusammenarbeit mit dem Betreiber und dem EPC-Anbieter lief dank des eingespielten Swagelok-Netzwerks reibungslos. Dabei übernahm Swagelok Scotland eine beratende Funktion, Swagelok Norwegen verantwortete die technische Umsetzung und Liefervorgänge vor Ort in der Werft, und die Swagelok Company unterstützte die grenzüberschreitende Projektabwicklung. Die erfolgreiche Zusammenarbeit hat sogar dazu geführt, dass der EPC-Anbieter und der Betreiber starkes Interesse daran bekundet haben, das Modell der begleiteten Installation auch bei zukünftigen Projekten in Anspruch nehmen zu wollen.

Aussichten: Ein Vorzeigeprojekt für die Öl- und Gasindustrie

Mit dem „North Sea Gas Project“ hat Swagelok gezeigt, dass guter Service weit über die reine Komponentenversorgung hinausgeht und dadurch Vorteile für Betreiber, EPC-Anbieter und die Energiebranche insgesamt entstehen, wenn Fehler vermieden und die Projektabwicklung spürbar beschleunigt werden.


Icon für Händeschütteln zur Darstellung vertrauensvoller Kundenbeziehungen

Und auch Knut Marker betont: „Dieser Ansatz funktioniert nicht nur auf Offshore-Plattformen, sondern bei jedem Projekt, in dem Produkte von Swagelok installiert werden. Indem wir die Installation vor Ort begleiten, prüfen und dokumentieren, zeigen wir, dass unsere Expertise weit über die Bereitstellung der benötigten Bauteile hinausgeht. Wir bieten in allen Projektphasen die erforderliche Unterstützung, sorgen für die Qualitätssicherung und setzen dabei auf eine Partnerschaft auf Augenhöhe – in der Nordsee und auf der ganzen Welt.“


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