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Welche Anforderungen stellen Sie an die Probenahme?

Probenahme vs. Online-Analysegeräte: Was ist die richtige Lösung für Sie?

In industriellen Anlagen führt kein Weg an einer regelmäßigen Probenahme vorbei – für die effektive Durchführung bieten sich hierbei zwei Möglichkeiten.

Die herkömmliche Methode der Probenahme, auch Stichprobenahme oder Probenahme an der Anlage genannt, hat sich bei zahlreichen unterschiedlichen Anwendungen etabliert. Hierbei werden ein oder mehrere Probenahmepanels in der Nähe des Prozesses installiert, der überwacht werden soll. Je nach Prozess werden die Proben in der Regel in Flaschen oder Zylindern gesammelt und zur Analyse in ein zentrales Labor gebracht.

In den letzten Jahrzehnten haben sich Online-Analysegeräte in neu gebauten Anlagen zu einer attraktiven Alternative entwickelt. Hierbei werden Prozessproben in ein in der Nähe befindliches Analysenhaus geschickt, automatisch analysiert und anschließend zurück in den Hauptprozess geleitet. Damit sind Anwender in der Lage, die Fluideigenschaften kontinuierlich zu überwachen, ohne manuell in den Prozess eingreifen zu müssen.

Welche Option ist die beste? Die Entscheidung zwischen der Probenahme und der Nutzung eines Analysenhauses für die Echtzeit-Überwachung gestaltet sich nicht immer einfach. Ihre Anlage ist einzigartig und es gibt viele Faktoren zu berücksichtigen.

In der folgenden Liste haben wir einige der wichtigsten Punkte zusammengefasst, um Ihnen diese Entscheidung zu erleichtern:

Bedingung: Probenahme Online-Analysegerät Analyse:
Der verfügbare Platz ist begrenzt. Online-Analysegeräte sind sehr sensibel und werden daher normalerweise in einem Analysenhaus untergebracht, in dem die Umgebungsbedingungen streng kontrolliert werden. Hierfür ist ein gewisses Maß an Platz erforderlich. Wenn dieser nicht zur Verfügung steht, sind Probenahmepanels die bessere Wahl, da sie nicht so viel Platz benötigen.
Das Budget ist begrenzt. Bei den Online-Analysegeräten sind die Investitionskosten höher als bei Probenahmepanels. Zusätzlich zum Bau des benötigten Analysenhauses sind bei Online-Analysegeräten anspruchsvolle Systeme zur Vorbereitung der Proben erforderlich. Je nach den zusätzlichen Bedingungen kann sich diese Investition jedoch lohnen.
Beim Prozess kommen Gefahrstoffe zum Einsatz und Expositionen sollten vermieden werden. Bei der Probenahme an einem Probenahmepanel muss ein Anwender manuell das entsprechende Fluid in einer Flasche oder einem Zylinder auffangen. In einem gut ausgelegten Probenahmesystem sind die Sicherheitsrisiken zwar gering, doch bei der Nutzung von Analysegeräten kommen die Anwender überhaupt nicht mehr mit den Medien in Berührung. Allerdings ist dabei zu beachten, dass eine regelmäßige Probenahme in jedem Fall erforderlich ist, um die Ergebnisse des Online-Analysegeräts zu validieren.
Das Fluidsystem ist sehr groß und es müssen an mehreren Stellen Proben genommen werden. Aufgrund ihrer geringen Größe können Probenahmepanels direkt in der Nähe der Entnahmestelle angebracht werden. Online-Analysegeräte benötigen Rohrleitungen, die von der Prozessleitung zum Standort des Analysegeräts führen. Wenn Proben an weit voneinander entfernten Stellen entnommen werden müssen, ist es besser, Probenahmepanels an den jeweiligen Entnahmestellen anzubringen, statt lange Rohrleitungen zu einem Analysegerät zu verlegen.
Die Reinheit der Proben hat hohe Priorität. Bei beiden Methoden kann es zu Kontaminationen kommen – die Gründe hierfür sind jedoch unterschiedlich. Wenn Proben aus unterschiedlichen Prozessen entnommen werden, müssen die Probenahmezylinder gründlich gereinigt werden, um eine Kreuzkontamination zu vermeiden. Wenn ein Online-Analysegerät für die Analyse zweier unterschiedlicher Prozessströme genutzt wird, muss ein Probenauswahlsystem installiert werden, um genau dieses Problem zu vermeiden. Eine gute Systemauslegung und die Einhaltung von Best Practices kann dazu beitragen, potenzielle Verunreinigungen bei beiden Methoden zu reduzieren.
Zeitverzögerungen müssen auf ein Minimum beschränkt sein. Einer der größten Vorteile von Analysegeräten besteht darin, dass Proben in Echtzeit analysiert werden – häufig bereits innerhalb einer Minute nach der Entnahme. Das ist vor allem bei empfindlichen Prozessmedien von Vorteil, die schnell ihren Aggregatzustand verändern oder nach der Entnahme anderweitige Änderungen durchlaufen.
Das Prozessmedium verändert sich sehr langsam. Bei der Probenahme kann es bis zu 24 Stunden dauern, bis die entnommene Probe im Labor analysiert wird. Wenn sich das Prozessmedium schnell verändert, kann ein Analysegerät von Vorteil sein. Wenn sich das Prozessmedium jedoch nur sehr langsam verändert, spricht nichts gegen die Probenahme mit einem Probenahmepanel.
Die Temperatur der Probe muss konstant gehalten werden. Wenn die Temperatur der Probe möglichst auf Prozesstemperatur gehalten werden muss, ist ein Online-Analysegerät die bessere Wahl. Die Rohrleitungen, in denen die Probe weitergeleitet wird, können mit einer Begleitheizung auf einer konstanten Temperatur gehalten werden. Bei der Probenahme ist es sehr viel schwieriger, die Prozesstemperatur in der Probe aufrechtzuerhalten. Aktuell gibt es keine vergleichbare Möglichkeit, um die Temperatur der Probe in Zylindern zu erhalten.
Die Witterungsverhältnisse vor Ort sind wechselhaft. Wenn sich Ihr Fluidsystem an einem Ort mit häufig und stark schwankenden Witterungsverhältnissen befindet, sollten ein paar Dinge berücksichtigt werden. Der Einsatz von Probenahmepanels kann hier von Vorteil sein, da die Proben in einer präzise kontrollierten Laborumgebung analysiert werden. Im Vergleich dazu bleibt den Technikern bei Verwendung von Online-Analysegeräten die Mühe erspart, bei Wind und Wetter manuell Proben zu entnehmen. Bei dieser Variante ist zu beachten, dass das Analysenhaus unbedingt mit einer Klimaanlage ausgestattet sein muss.
Der Prozess weist einen hohen Partikelanteil auf. Die Filterfunktion ist bei Online-Analysegeräten Teil der Probenvorbereitung, um ein Verstopfen des Systems zu vermeiden und genaue Ergebnisse sicherzustellen. Wenn Ihr Prozessfluid einen hohen Anteil an Feststoffpartikeln aufweist, kann es schwierig werden, den erforderlichen Filtergrad zu erreichen. In diesem Fall ist die Probenahme mit einem Probenahmepanel die geeignetere Methode.

Hierbei handelt es sich lediglich um Beispielbedingungen, die in Ihrem Fluidsystem die Wahl zwischen herkömmlicher Probenahme oder der Verwendung eines Online-Analysegeräts beeinflussen können. Beide Technologien weisen je nach Situation Vorteile sowie Nachteile auf. Nehmen Sie sich also Zeit, um Ihre Anforderungen genau zu analysieren und herauszufinden, welche Investition sich für Sie am meisten lohnt.

Um mehr über die Faktoren zu erfahren, die für Ihre Entscheidung relevant sind, sollten Sie eng mit Experten für Probenahmesysteme zusammenarbeiten. Sie können Ihnen dabei helfen, Ihre Betriebsbedingungen und die Systemauslegung zu analysieren und die beste Lösung für Ihre Anforderungen zu finden. Unsere Teams helfen Ihnen gerne weiter. Sie möchten mehr erfahren? Dann wenden Sie sich noch heute an einen unserer Experten.

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