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Schulungen zur Minimierung von Risiken auf Öl- und Gasplattformen

Schulungen zur Minimierung von Risiken auf Öl- und Gasplattformen

11. Februar 2020 | Bill Dickie, Director of Technical Services, Swagelok Scotland

Sicherheit und Gesundheit haben in der Öl- und Gasindustrie oberste Priorität – dies ist allen Betreibern und Facharbeitern bewusst. Mit ihren erheblichen Öl- und Gasvorkommen war die Nordsee über mehr als 50 Jahre hinweg die erste Anlaufstelle für die Öl- und Gasindustrie des Vereinigten Königreichs. Unfälle und Störfälle ließen sich über die Jahre nicht gänzlich vermeiden. Allerdings können gut ausgebildete Teams unter strenger Einhaltung bewährter Vorgehensweisen dazu beitragen, die Unfallrate heute und in Zukunft zu senken.

Zielgerichtete Schulungen zur Sicherstellung der erforderlichen Kompetenzen sind für Bediener auf Öl- und Gasplattformen eine Notwendigkeit. Laut Studien gehen mehr als 40 % der jährlich gemeldeten gefährlichen Vorfälle auf eine Freisetzung von Kohlenwasserstoff zurück.1 Bei ca. 50–70 % dieser Vorfälle hängen die Ursachen ganz oder teilweise mit menschlichen Faktoren zusammen.2

Mehr über die Schulungs- und Weiterbildungsangebote von Swagelok erfahren

Um welche menschlichen Faktoren handelt es sich? In diesem Artikel werden einige häufig beobachtete Praktiken untersucht, die bei der Arbeit mit Rohrsystemen mit geringem Durchmesser auftreten können. Solche Rohrsysteme kommen in vielen Öl- und Gasanlagen auf der ganzen Welt zum Einsatz. Wir werden auch im Einzelnen darlegen, wie diese Probleme vermieden werden können, wenn Ihre Mitarbeiter regelmäßig eine professionelle Schulung erhalten.

Vermeidung von leckagebedingten Unfällen. Leckagen gehören in Öl- und Gasanlagen zu den kritischsten Sicherheitsrisiken. Die Ergebnisse der von der Health and Safety Executive (HSE) durchgeführten Inspektionen von Rohrleitungen mit geringem Durchmesser haben übereinstimmend gezeigt, dass 26 % aller Rohrmontagen fehlerhaft sind. Dieser Wert hält sich konstant seit 2001.3 Ursachen hierfür sind Undichtigkeit, falsche oder nicht kompatible Komponenten oder eine unsachgemäße Installation.

Fluidsysteme führen schädliche und gefährliche Stoffe, die mit Gesundheitsgefahren für den Anwender einhergehen. Mithilfe von entsprechenden Schulungen lassen sich diese Risiken weitestgehend minimieren.

In einer professionellen Schulung zu Rohrverbindungssystemen mit geringem Durchmesser werden die wichtigsten Vorgehensweisen behandelt, um sichere und dichte Verbindungen herzustellen. Erfahrene Instandhaltungstechniker haben es sich möglicherweise zur Gewohnheit gemacht, Verbindungen nach Gefühl nachzuziehen. Diese Vorgehensweise ist jedoch nicht geeignet, um die Dichtheit von Rohrverbindungen sicherzustellen – und führt unter Umständen zu Leistungseinschränkungen. Hochwertige und regelmäßige Schulungen sind für neue Mitarbeiter und Techniker mit langjähriger Erfahrung im Umgang mit Fluidsystemen gleichermaßen nützlich. Sie umfassen aktuelle Best Practices sowie bewährte Methoden zur Sicherstellung ordnungsgemäßer Verbindungen und zur Gewährleistung der Systemsicherheit.

Vermeidung von druckbedingten Unfällen. Fluidsysteme werden unter hohem Druck betrieben. Um kritische Szenarien zu vermeiden, sind Sicherheitsvorkehrungen daher unumgänglich.

Als Grundregel gilt: Komponenten eines Fluid- oder Probenahmesystems sollten niemals festgezogen werden, wenn ein Teil des Systems unter Druck steht – ansonsten kann es zu einem Blowout kommen. Zudem hat es sich bewährt, die Rohrverschraubung vollständig zu demontieren, um alle potenziellen Probleme zu identifizieren, die dazu geführt haben könnten, dass sie sich gelöst hat. Gut ausgebildete Techniker kennen und befolgen diese beiden Best Practices.

Bei Hochdrucksystemen müssen Ingenieure außerdem zuverlässig bestimmen, ob das System vollständig isoliert wurde – unabhängig davon, ob gefährliche Stoffe im Spiel sind oder nicht. Selbst geringe Mengen an Restdruck im System bergen potenzielle Gefahren. Auch hier wird ein geschulter Techniker in der Lage sein, zuverlässiger festzustellen, wann ein System vollständig drucklos ist.

Durch regelmäßige Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen des Teams können Betreiber dazu beitragen, dass Installationsfehler und druckbedingte Unfälle vermieden werden. Sie möchten mehr erfahren? Swagelok bietet eine Vielzahl von Sicherheits- und Montageseminaren für Fachkräfte aus der Öl- und Gasindustrie auf der ganzen Welt an– geleitet von Experten mit jahrelanger praktischer Erfahrung. Kontaktieren Sie uns noch heute und erfahren Sie mehr darüber, wie Sie Ihre Installationen sicherer machen können.

Swagelok kontaktieren und mehr über unsere Schulungen erfahren

1 Offshore Statistics & Regulatory Activity Report 2018, UK Health and Safety Executive (HSE)
2 Hydrocarbon Release Reduction Toolkit, Step Change in Safety
3 Hydrocarbon Releases Offshore, Information Sheet No. 2/2009, HSE

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