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Wovon hängen die Kosten für Wasserstoff als Kraftstoff ab?

Betankung eines Schwerlastkraftwagens mit Wasserstoffantrieb

Wie sich die Kosten für Wasserstoff als Kraftstoff zusammensetzen

Chuck Hayes, Global Technical Lead, Swagelok

Wenn es darum geht, ob eine neue Technologie in großem Umfang eingeführt wird, zählen die Kosten zu den wichtigsten Faktoren. So auch bei Wasserstoff. Bei der Preiskalkulation von Wasserstoff sind nicht nur die Kosten pro Einheit zu berücksichtigen, sondern auch die langfristigen Kosten für die Herstellung, die zugrundeliegende Infrastruktur und die Systemwartung.

Viele Menschen fragen sich: „Ist Wasserstoff teuer? Ist Wasserstoff für Alltagsfahrer oder industrielle Nutzer mit zu hohen Kosten verbunden?“ Die kurze Antwort lautet: „Nein, zumindest nicht auf lange Sicht.“ Branchenprognosen deuten darauf hin, dass die Kosten für Wasserstoff mit zunehmender Produktion und dem Ausbau der benötigten Infrastruktur langfristig sinken werden. In diesem dritten Teil unserer Serie über gängige Mythen rund um Wasserstoff beleuchten wir die Themen Sicherheit, Reichweite und Nachhaltigkeitsstandards und gehen auf die Frage ein, warum Wasserstoff ein kostengünstiger alternativer Kraftstoff ist, auf den sich Endverbraucher verlassen können.


Swagelok bietet kosteneffiziente Lösungen für den Wasserstoffmarkt und setzt dabei auf zuverlässige Fluidsystemkomponenten.


Welche Faktoren tragen zu den Gesamtkosten von Wasserstoff als Kraftstoff in industriellen Anwendungen bei?

Icons Geld und FragezeichenDie Gesamtkosten für Wasserstoff hängen vor allem von drei Faktoren ab: dem Produktionsvolumen, den Preisen für erneuerbare Energie und den staatlichen Fördermaßnahmen. Der Wandel wird durch verschiedene globale Faktoren vorangetrieben:

 

  • Skalierung der Produktion: Immer mehr große Öl- und Gasproduzenten verpflichten sich langfristig zur Reduzierung ihrer Treibhausgasemissionen. Das treibt die Produktionsmengen nach oben und beeinflusst die Marktpreise für Wasserstoff.
  • Kosten für erneuerbare Energie: Die Kosten für Strom aus erneuerbaren Energiequellen  wie Solar-, Wind- und Wasserkraft  zur Produktion von grünem Wasserstoff sinken kontinuierlich. Das wirkt sich auch auf die Kosten für den Kraftstoff selbst aus.
  • Staatliche Fördermaßnahmen: Regierungsinitiativen wie das Earthshots-Programm des U.S. Department of Energy (DOE) zielen darauf ab, Entwicklungen anzustoßen, die die Wasserstoffkosten weiter senken. Angesichts zunehmend strengerer Emissionsvorschriften ist davon auszugehen, dass das Wachstum im Bereich sauberer Energiequellen auch künftig gefördert wird.

Branchenprognosen zufolge wird Wasserstoff in den nächsten zehn Jahren gegenüber herkömmlichen Kraftstoffen absolut wettbewerbsfähig sein.

Wie wirken sich Infrastruktur- und Ausrüstungsentscheidungen auf die Wasserstoffkosten aus?

Die Kosten für Wasserstoff hängen maßgeblich von der zugrundeliegenden Infrastruktur und Ausrüstung ab, da sich diese unmittelbar auf die erforderlichen Investitionen, den Wartungsaufwand und die langfristige Anlagenzuverlässigkeit auswirken. Damit Wasserstoff sein volles Potenzial entfalten kann, braucht es eine leistungsfähige Infrastruktur für die Wasserstoffbetankung. In diesen Bereich wird bereits viel investiert – beispielsweise haben die Vereinigten Staaten Mittel in Höhe von 7 Milliarden Dollar für regionale Zentren für sauberen Wasserstoff angekündigt, um den heimischen Markt für kostengünstigen, sauberen Wasserstoff anzukurbeln.

Betankung eines Schwerlastkraftwagens mit Wasserstoffantrieb an einer WasserstofftankstelleMit einem durchdachten und zuverlässigen Ausbau der benötigten Infrastruktur kann die Branche entscheidenden Einfluss auf die langfristige Zukunftsfähigkeit von Wasserstoff für Endverbraucher nehmen. Die Investitionskosten für Wasserstofftankstellen fallen im Vergleich zu anderen sauberen Energiequellen ggf. geringer aus, da bestehende Gas- oder Benzintankstellen leicht nachgerüstet werden können. Durch den Einsatz hochwertiger Werkstoffe und Komponenten lassen sich Wartungskosten von Anfang an über die gesamte Lebensdauer der Wasserstofftankstelle hinweg zusätzlich minimieren.

Inwiefern wirkt sich die Systemauslegung auf die langfristigen Betriebskosten von Wasserstoffanwendungen aus?

„Welche Kosten fallen über die gesamte Projektlaufzeit hinweg für Wasserstoff an?“ Das ist eine Frage, die sich viele Anlagenbetreiber angesichts der anfänglichen Investitionskosten stellen. In diesem Zusammenhang müssen vor allem die Gesamtbetriebskosten in den Fokus genommen werden. Mit der Spezifikation von Systemkomponenten, die auf eine dauerhafte Handhabung von Wasserstoff ausgelegt sind, können auch die jeweiligen Entwickler ihren Teil dazu beitragen, die Kosten möglichst niedrig zu halten. Durch die Nutzung hochwertiger Materialien lassen sich die Instandhaltungskosten über die gesamte Lebensdauer der Wasserstoffzapfsäulen minimieren. Gut ausgewählte Ventile, Rohrverbindungen und andere Fluidsystemkomponenten können ebenfalls dazu beitragen, Leckagen und den Instandhaltungsaufwand an Wasserstofftankstellen zu minimieren und die Betriebskosten zu senken.

Wie lassen sich Wasserstoffverluste und Betriebskosten durch die Vermeidung von Leckagen reduzieren?

Jede Leckage geht mit unmittelbaren Produktions- und Gewinnausfällen einher. Für die langfristige Effizienz einer Wasserstofftankstelle kommt es maßgeblich auf zuverlässige Komponenten und eine hohe Systemintegrität an.

Der Einsatz von speziellen Wasserstoffkomponenten hilft dabei, schleichende und kostspielige Kraftstoffverluste zu verhindern. Eine zuverlässige Systemauslegung sorgt für eine höhere Anlagenverfügbarkeit und führt letztendlich zu niedrigeren Gesamtbetriebskosten.

Die Kosten für Wasserstoff werden voraussichtlich sinken, sobald die Produktion hochgefahren, die Infrastruktur ausgebaut und die Systemzuverlässigkeit verbessert wird. Für Betreiber, bei denen eine zuverlässige Leistung und die Gesamtbetriebskosten einen zentralen Stellenwert einnehmen, wird Wasserstoff so zu einer immer attraktiveren, kosteneffizienten Option im Bereich Clean Energy.

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