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Verbessern Sie Ihre Produktqualität mit dem richtigen Probenahmesystem

Verbessern Sie Ihre Produktqualität mit dem richtigen Probenahmesystem

3. März 2020 | Stacey Phillips, Regional Area Manager, Field Engineering (Nord- und Südamerika)

Kunden und Behörden stellen mitunter zahlreiche strenge Anforderungen an die chemische Zusammensetzung der Endprodukte von Öl- und Gasanlagen sowie chemischen Raffinerien. Wenn das Endprodukt diese Anforderungen nicht erfüllt, kann es unter Umständen zu zusätzlichen Kosten und einer erhöhten Ausschussquote kommen.

Um die korrekte chemische Zusammensetzung Ihrer Produkte sicherzustellen, führt kein Weg an zuverlässigen Probenahmesystemen und geeigneten Best Practices vorbei. Diese Aspekte müssen bereits frühzeitig in den Prozess integriert werden – weit bevor das Produkt an den Kunden ausgeliefert wird. Eine der am häufigsten verwendeten und kosteneffizientesten Methoden ist die geschlossene Probenahme. Die Prozessprobe wird dabei in einem geeigneten Behälter gesammelt und anschließend zur Analyse ins Labor gebracht. Da für genaue Laborergebnisse jedoch repräsentative Proben erforderlich sind, kommt der Auswahl geeigneter Probenahmesysteme und der Anwendung idealer Prozesse im Betrieb eine wichtige Rolle zu. In industriellen Probenahmesystemen werden Zylinder oder Flaschen zur Entnahme der Prozessproben eingesetzt. Die entnommenen Proben dienen dabei zur Validierung der Prozessbedingungen und geben Auskunft über die Produktqualität und Emissionen.

Eine erfolgreiche Probenahme hängt davon ab, ob ein geeignetes System für das betreffende Verfahren verwendet wird und ob die bewährten Sicherheits- und Betriebsanweisungen eingehalten werden. Folgende Aspekte sollten Sie bei der Probenahme unbedingt beachten:

Auswahl des Probenahmesystems. Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl an Probenahmesystemen in unterschiedlichen Ausführungen. Bei der Auswahl spielen die individuellen Anforderungen in Ihrem System eine zentrale Rolle. Zudem sollten Sie die folgenden Faktoren berücksichtigen:

  • Druck. Der maximal zulässige Auslegungsdruck des Systems darf nicht überschritten werden – ganz gleich, ob für die Probenahme ein Zylinder oder eine Flasche verwendet wird.
  • Temperatur. Zylinder- und Flaschenprobenahmesysteme haben eine maximale, manchmal auch eine minimale Fluidbetriebstemperatur.
  • Gefährliche Stoffe. Das Probenahmesystem muss den Anwender und das Umfeld ausreichend vor dem Prozessmedium schützen. Einige Stoffe erfordern einen hohen Leckage- oder Chemikalienschutz.
  • Konstruktionsmaterial. Die im geschlossenen Probenahmesystem verwendeten Materialien müssen mit dem Prozessmedium kompatibel sein. Stellen Sie sicher, dass die vom Hersteller eingesetzten Materialien hochwertig sind und die Genauigkeit Ihrer Proben nicht beeinträchtigen.
  • Oberflächenbehandlungen. Oberflächenbehandlungen reduzieren die Absorption und Adsorption der Probe in metallische Oberflächen und sorgen so für eine repräsentative Probe.
  • Spülung. Mit Systemspülungen werden Chemikalienrückstände entfernt und kontaminierte Leitungen gereinigt. Die Spülung erfolgt mithilfe eines Spülmediums, das in die Probeleitungen eingeführt wird.

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Der richtige Transportbehälter. Auf dem Weg von der Prozessleitung ins Labor muss sichergestellt werden, dass sich der Zustand der Probe nicht ändert. Die Probenstabilität wird jedoch von zahlreichen Faktoren beeinflusst. Einige chemische Stoffe verdampfen oder zersetzen sich beispielsweise, wenn sie nicht unter einem bestimmten Druck gehalten werden. Beim Transport in einem offenen Behälter wiederum besteht ein erhöhtes Kontaminationsrisiko.

Aus diesem Grund ist es wichtig, einen geeigneten Transportbehälter zu verwenden. Je nach Anwendung sind eine Reihe an standardmäßigen, zuverlässigen Behältern verfügbar:

  • Flaschen. Flaschen eignen sich insbesondere für die Entnahme und den Transport von Flüssigproben, die nicht unter Druck stehen. Sie stellen eine kostengünstige Option dar und sind bei Bedarf leicht zu ersetzen. Einige Hersteller bieten Varianten mit selbstdichtenden Septumkappen an, mit denen Proben ohne Verschüttungs- und Verdampfungsrisiko entnommen und transportiert werden können. Durch den konisch zulaufenden Flaschenhals kann die Nadel korrekt in das Septum eingeführt werden, sodass es nicht zu Probenverschüttungen oder einer Beschädigung der Nadel kommt.
  • Zylinder. Zylinder sind für die Entnahme von Gasen und Flüssigkeiten geeignet, die unter Druck stehen. Sie gewährleisten die Integrität der Probe und schützen sie vor Verdampfung und chemischer Zersetzung. Die Zylinder sind aus nahtlosen Rohren hergestellt, um eine einheitliche Wanddicke, Größe und Kapazität sicherzustellen. Die glatten Übergänge verhindern Fluidrückstände und erleichtern die Reinigung im Labor. So können die Zylinder wiederverwendet und Kosten gesenkt werden.

Für jede Branche und Anwendung gilt: Mit dem richtigen Probenahmesystem und Best Practices stellen Sie sowohl die Genauigkeit Ihrer Proben als auch die Qualität Ihrer Endprodukte sicher.

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