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Ist Wasserstoff ein sicherer Kraftstoff?

Wasserstofffahrzeug an einer Tankstelle

Ja, Wasserstoff ist ein sicherer und effektiv nutzbarer Kraftstoff

Chuck Hayes, Global Technical Lead, Swagelok

Wasserstoff hat das Potenzial als emissionsfreie Kraftstoffquelle im Verkehrs- und Mobilitätssektor sowie in gängigen Industrieanwendungen zum Einsatz zu kommen und stellt damit eine vielversprechende Alternative zu herkömmlichen Brennstoffen dar. Vor dem Hintergrund den eigenen ökologischen Fußabdruck zu verringern, zeigen Unternehmen wie Einzelpersonen weltweit steigendes Interesse an Wasserstoff als Kraftstoffalternative. Allerdings kursieren immer wieder Irrtümer rund um das Thema Wasserstoff und dessen Zukunftsfähigkeit als Kraftstoffquelle. Das führt zu Unsicherheit bei der Beantwortung der Frage, ob Wasserstoff ein zuverlässiges Instrument sein kann, um uns weltweit unabhängig von fossilen Energien zu machen.

Haben Sie gehört, dass Wasserstofftransporte potenziell gefährlich sind? Oder praktisch kaum durchführbar? Oder zu teuer? Dass es weder heutigen noch zukünftigen Umweltstandards entspricht? Dann sind Sie nicht allein.

Leider führen diese Aussagen in die Irre oder sind schlichtweg falsch. Egal ob Sie beruflich im Bereich sauberer Energien tätig oder einfach ein interessierter Verbraucher sind: Es lohnt sich ein näherer Blick auf die Materie, um das wahre Potenzial von Wasserstoff zu verstehen.

Dieser Artikel ist der erste einer Serie, in der wir uns, gestützt auf übergeordnete Ressourcen, mit häufig anzutreffenden Mythen rund um den Einsatz von Wasserstoff als Kraftstoff befassen. In diesem ersten Teil geht es um Sicherheitsbedenken im Hinblick auf die Speicherung und Nutzung von Wasserstoff.

Wasserstoff verringert Risiken im Leckagefall

Infografik mit Angaben zur SauerstoffkonzentrationWasserstoff stellt – da es ungiftig und wenig flüchtig ist – im Vergleich zu anderen Kraftstoffen ein relativ geringes Risiko für die Umwelt dar. Da Wasserstoff in natürlichen Umgebungen vorkommt, stellen potenzielle Leckagen ein geringeres Risiko für Umwelt und Gesundheit als bei herkömmlichen Kraftstoffen dar.

Da Wasserstoff entzündlich ist, gibt es häufig Bedenken wegen des Explosionsrisikos. Jedoch ist eine Wasserstoffexplosion weniger wahrscheinlich als Explosionen durch andere Kraftstoffarten. Das liegt daran, dass für eine Wasserstoffexplosion eine Sauerstoffkonzentration zwischen 18 % und 59 % vorliegen muss. Bei Benzin hingegen reicht schon eine Sauerstoffkonzentration von 1 % bis 3 %. Darüber hinaus kann sich Benzin bereits bei deutlich niedrigeren Temperaturen entzünden als Wasserstoff, und birgt damit ein höheres Risiko im Hinblick auf Transport und Zapfvorgang. Die Luft, die eine Wasserstoffflamme umgibt, ist nicht so heiß wie bei Benzin, wodurch die Wahrscheinlichkeit einer Ausbreitung geringer ist. Im Hinblick auf die Brandgefahr weist Wasserstoff ein deutlich besseres Sicherheitsprofil auf als fossile Brennstoffe.

Blatt- und Flammensymbol

 

Wasserstoff birgt weniger Gefahren als fossile Brennstoffe und bietet zudem den Vorteil, ungiftig und weniger flüchtig zu sein.

 

 

Schon gewusst?


Haben Sie gehört, dass Wasserstofftransporte potenziell gefährlich sind? Oder praktisch kaum durchführbar? Oder zu teuer? Dass es weder heutigen noch zukünftigen Umweltstandards entspricht? Dann sind Sie nicht allein.

Um ein international standardisiertes Sicherheitsprofil von Wasserstoff zu gewährleisten, werden Wasserstoffanwendungen von verschiedensten Stellen überwacht.

Logos CSA ISO EN

Zu diesen Stellen gehören die CSA (Canadian Standards Association), ISO (Internationale Organisation für Normung) und EN (Europäische Normen).

Wasserstoffspeicherung ist sicher

Da Wasserstoff unter hohem Druck gespeichert wird, kommen regelmäßig Sicherheitsbedecken bezüglich des Transportes auf. Druckbeaufschlagte Gasbehälter kommen seit vielen Jahrzehnten zum Einsatz. Sie sind zentrales Element einer milliardenschweren Industrie. Wasserstofftanks sind deutlich sicherer als herkömmliche Benzintanks, da bei einer Zapfanlage das gesamte System von den Schläuchen über die Ventile bis hin zur Speicheranlage auf Leckagen überwacht wird. Benzinlecks lassen sich in der Regel erst erkennen, wenn sich eine Lache am Boden gebildet hat.

Kommt es doch einmal zu einer Leckage bietet Wasserstoff den Vorteil, dass es 14-mal leichter als Luft ist und sich schnell in die Atmosphäre verflüchtigt. Daher ist es relativ unwahrscheinlich, dass es sich versehentlich am Boden entzündet. Benzin ist hingegen schwerer. Die Dämpfe können sich daher am Boden sammeln, wo ein kleiner Funke genügt, um ein Feuer oder eine Explosion auszulösen.

Die wichtigsten Punkte


Wasserstoff hat ein deutlich besseres Sicherheitsprofil als die meisten herkömmlichen Kraftstoffe. Es entzündet sich weniger schnell ist im Leckagefall erheblich weniger umweltschädlich als fossile Brennstoffe. Ordnungsgemäß ausgelegte Speicher- und Zapfanlagen unter Einsatz leckagefreier Komponenten sind für eine sichere Speicherung und den Transport von Wasserstoff optimiert. Sie sorgen dafür, dass Wasserstofffahrzeuge eine überzeugende Alternative zu Fahrzeugen sind, die mit Benzin angetrieben werden.

Möchten Sie mehr über Wasserstoffwirtschaft und ihr Entwicklungspotenzial erfahren? Swagelok treibt den Ausbau dieses Sektors voran und arbeitet kontinuierlich an der Entwicklung verlässlicher Wasserstofflösungen für Unternehmen, die beim Umstieg auf saubere Energie ganz vorne mit dabei sind. Im Swagelok Blog unter dem nachfolgenden Link erfahren Sie mehr über Wasserstoff-Kraftstoffanlagen.

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