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Wie Sie bei der Herstellung von Fluidsystemen ressourcenbedingte Einschränkungen minimieren können

Wie Sie bei der Herstellung von Fluidsystemen ressourcenbedingte Einschränkungen minimieren können

Bill Menz, Director, Global Technology Centers

Betreiber von Fluidsystemen stehen heutzutage vor der Herausforderung, den größtmöglichen Wert aus ihren Anlagen herauszuholen. Aufgrund der zahlreichen üblichen Ineffizienzen in einem Fluidsystem gestaltet sich diese Aufgabe alles andere als leicht:

Insbesondere im schnelllebigen Industrieumfeld von heute wird es immer schwieriger, diese ineffizienten Stellen unter Kontrolle zu behalten. Da immer mehr langjährige und erfahrene Mitarbeiter auf den Ruhestand zugehen, sehen sich industrielle Fluidsystembetreiber auf der ganzen Welt mit einem zunehmenden Fachkräftemangel konfrontiert und stehen nun vor der Aufgabe, diesen Kapazitätsengpass zu meistern. Hinzu kommt, dass in vielen Organisationen Stellen gekürzt wurden, um Kosten zu senken und die Profitabilität in einem sich ändernden Markt zu steigern. Im Umkehrschluss stehen somit intern weniger Mitarbeiter zur Verfügung, um den Betrieb am Laufen zu halten.

Insbesondere Wartungs- und Gerätetechniker sind inzwischen rar gesät, spielen jedoch nach wie vor eine entscheidende Rolle. Der ordnungsgemäße Betrieb und die Funktionalität der einzelnen Applikationen eines Fluidsystems stehen stets an erster Stelle, auch wenn den internen Mitarbeitern weniger Ressourcen zur Verfügung stehen, um dies zu gewährleisten.

Wie gehen Betriebe mit diesen Herausforderungen um? Eine Möglichkeit besteht darin, gängige aber kritische Fertigungs- und Installationsarbeiten extern auszulagern, um sich bestmöglich auf die Qualität des Endprodukts konzentrieren zu können. Aber gerade bei kritischen Systemen sollte man bei der Auftragsvergabe an externe Partner mit Bedacht vorgehen. Wie kann der Betreiber sicherstellen, dass jeder Anschluss in der gewünschten Qualität und leckagefrei hergestellt wurde?

Nachfolgend stellen wir Ihnen einige Applikationen vor, bei denen sich eine Vergabe an externe Anbieter als sehr vorteilhaft erweisen kann. 

Probenahmepanels

In allen Fluidsystemen, in denen chemische Stoffe mit einer genauen Zusammensetzung hergestellt werden, ist eine qualitativ hochwertige Probenahme ein absolutes Muss. Mit geeigneten Einrichtungen zur Probenahme können Sie eine höhere Probengenauigkeit sowie eine zuverlässige Produktqualität sicherstellen. Da die Proben bei laufendem Betrieb entnommen werden, müssen bei der Auslegung und Installation außerdem Aspekte wie Bediener- und Anlagensicherheit berücksichtigt werden.  

Bei älteren Fluidsystemen ist es nicht ungewöhnlich, dass die Probenahmestellen eher rudimentär sind – d. h. es kann vorkommen, dass Proben aus einem ungesicherten Einzelventil in einer Prozessleitung entnommen werden. Das macht nicht nur das gesamte Verfahren unsicher, sondern kann außerdem je nach Prozess oder Anwendung dazu führen, dass die Probe nicht repräsentativ ist. In einem solchen Fall sind Anpassungen an der Anlage erforderlich, um die Sicherheit der Mitarbeiter sowie die Aussagefähigkeit der Proben zu gewährleisten – aber dafür fehlen oft die notwendigen Ressourcen. 

Für diesen Zweck gibt es auf dem Markt individuelle Probenahmesysteme mit maßgeschneiderten  Designs und Konfigurationen für unterschiedliche Anwendungsfälle. Für sicheren und präzisen Probenahmesystemen müssen Aspekte wie Druck, Zeitverzögerungen, Temperaturen, Gefahrstoffe, Konstruktionswerkstoffe, Oberflächenbeschichtungen und Spülvorgänge bereits in der Auslegungsphase berücksichtigt werden. Bei mangelnden Ressourcen kann es sich für Ingenieure von Probenahmesystemen lohnen, die Herstellung und Installation dieser kritischen Systeme externen Expertenteams anzuvertrauen.

Sperrdrucksysteme

Gleitringdichtungen sind kritische Bauteile von Pumpen, Verdichtern und vielen anderen rotierenden Anlagenteilen. Mit entsprechenden Sperrdrucksystemen lässt sich sicherstellen, dass diese Dichtungen stets zuverlässig und sicher arbeiten und sich leicht warten lassen. 

Da solche Dichtungssysteme oft rund um die Uhr im Einsatz sind, ist die dauerhafte Zuverlässigkeit ein Hauptanliegen für die Betreiber von rotierenden Maschinen. Als zentraler Bestandteil der kritischen Infrastruktur einer Anlage nimmt die Zuverlässigkeit bei der Auslegung, Konstruktion und Auswahl der einzelnen Komponenten einen hohen Stellenwert ein. So lassen sich mögliche Leckagestellen beispielsweise durch die Vermeidung von Schweißverbindungen deutlich reduzieren. Wenn ein Dichtungssystem aufgrund von Leckagen oder aus anderen Gründen ausfällt, kann dies unter Umständen zu kostenintensiven und ungeplanten Anlagenstillständen führen. 

In modernen industriellen Anlagen ist es nicht immer möglich, eine kontinuierliche Überwachung und Wartung dieser Dichtungssysteme zu gewährleisten. Wenn der Austausch eines Bauteils erforderlich ist, muss dies so schnell wie möglich erledigt werden, um längere Anlagenstillstände zu vermeiden. Dabei sollten Aspekte wie Liefersicherheit, proaktive Service- und Supportleistungen und hochwertige Ersatzteile berücksichtigt werden. Durch die Zusammenarbeit mit einem Partner, der all diese Services aus einer Hand bereitstellt, können Sie einen durchgehend zuverlässigen und effizienten Betrieb Ihrer Systeme sicherstellen. 

Gasverteilungssysteme

In vielen industriellen Betrieben kommen zahlreiche unterschiedliche Industriegase zum Einsatz, die beispielsweise in Gasflaschen oder -tanks angeliefert oder direkt am Standort hergestellt werden. Da die Betreiber von Fluidsystemen mit vielen kritischen Prozessen betraut sind, ist es nicht ungewöhnlich, dass Gasverteilungssysteme bei der regelmäßigen Wartung vernachlässigt werden. Bei unerkannten Leckagen kann dies zu finanziellen Verlusten führen, bis hin zu ernsthaften Sicherheitsrisiken – gerade, wenn in dem betreffenden System gefährliche Gase wie Wasserstoff oder Sauerstoff verarbeitet werden.

Genauso wie bei allen anderen kritischen Applikationen spielen auch in diesem Fall qualitativ hochwertige Komponenten und eine leckagefreie Konstruktion sowie regelmäßige Wartungs- und Inspektionsvorgänge eine wichtige Rolle. Auch bei Gasverteilungssystemen können Anlagenbetreiber mit fehlenden internen Ressourcen von der Zusammenarbeit mit einem zuverlässigen und kompetenten Partner profitieren. 

Welche Aspekte sollten bei der Auswahl eines Fluidsystemherstellers beachtet werden?

In der Prozessindustrie sind interne Anlagentechniker heutzutage ein Luxusgut. Um den ordnungsgemäßen Betrieb jedes Fluidsystems und jeder Anwendung in der gesamten Anlage sicherzustellen, sind viele Bediener und Ingenieure in das tägliche Störgeschehen involviert – statt aktiv einen Mehrwert für das Werk und den jeweiligen Geschäftsbereich generieren zu können.

Die externe Vergabe der Fluidsystemherstellung stellt eine Möglichkeit für Betriebsleiter dar, um Ressourcenengpässe zu minimieren. Für optimale Abläufe ist es dabei von zentraler Bedeutung, einen Anbieter mit den richtigen Kompetenzen auszuwählen. Es kommt insbesondere auf technische Expertise, gründliche Tests und hochwertige Bauteile und Werkstoffe an, gepaart mit einem proaktiven Support des Konstruktionsteams, die individuelle oder serienproduzierte Lösungen für anwendungsspezifischen Anforderungen bereitstellen. 

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