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So verbessern Sie die Leistungsfähigkeit Ihres Fluidsystems

Mit gezielten Aus- und Weiterbildungsangeboten stellen Sie sicher, dass Ihre Techniker gängige Probleme in Fluidsystemen zuverlässiger erkennen.

So verbessern Sie die Leistungsfähigkeit Ihres Fluidsystems

5. August 2019 | Cory Cottrill, Product Manager, Field Services

Beim Betrieb großer Produktionsanlagen und Fabriken steht die Leistungsfähigkeit eines Fluidsystems nicht immer an erster Stelle. Ohne eine gründliche Wartung- und Instandhaltung sind Probleme jedoch fast vorprogrammiert. Damit die Sicherheit und Produktivität einer Anlage und der entsprechenden Fluidsysteme jeder Zeit gewährleistet ist, sind kontinuierliche Verbesserungen erforderlich. Speziell geht es darum, Installationsfehler zu vermeiden und die Mitarbeiter mit den erforderlichen Kompetenzen für ihre Aufgabe auszustatten.

Die Swagelok Experten besuchen jedes Jahr Tausende industrieller Anlagen und beraten Kunden zur Optimierung und Wartung ihrer Fluidsysteme. Bestehen in den Fluidsystemen Probleme, wirkt sich das über kurz oder lang auf die gesamten Prozesse aus. Diese werden ineffizient – und das ist ein echter Kostentreiber. Nicht zuletzt gehen mit flüchtigen Emissionen im schlimmsten Fall Gesundheitsrisiken einher. Wir haben hier einige Tipps für Sie zusammengestellt, wie es gelingt, die optimale Leistungsfähigkeit eines Fluidsystems sicherzustellen.

Schulungen zum Thema Fluidsysteme

Die meisten Probleme in Fluidsystemen entstehen, weil die Installation nicht fachgerecht erfolgt ist, und nicht etwa, weil ein Bauteil fehlerhaft ist. So ist es keine Seltenheit, dass Verschraubungen nicht richtig angezogen oder Klemmringe falsch eingesetzt wurden. In beiden Fällen kann es zu Leckagen und flüchtigen Emissionen kommen. Das passiert selbst Fachleuten mit jahrzehntelanger Erfahrung. Insbesondere dann, wenn keine richtige und umfassende Schulung zur korrekten Montage bzw. zur Erkennung von Leckagen in Fluidsystemen stattgefunden hat.

Mit einem speziellen Schulungsprogramm für Fluidsysteme, welches Themen wie Materialauswahl, korrekte Vorbereitung und Montage sowie routinemäßige Instandhaltung behandelt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Systeme reibungslos funktionieren. Nicht zuletzt, weil die Mitarbeiter darin geschult werden sicher und effizient zu arbeiten. In diesen Seminaren werden den Anwendern auch die richtige Fachterminologie vermittelt, sodass sie im Fall der Fälle präzise kommunizieren können. Ohne das notwendige Wissen oder Verständnis fällt es den Verantwortlichen anderenfalls womöglich schwer, ein technisches Problem korrekt zu benennen. Oder aber eine Empfehlung geht durch einen Übersetzungsfehler unter, was unnötig Zeit und Ressourcen kostet. Durch eine verbesserte Kommunikation und das Wissen um die richtigen Begrifflichkeiten, fällt es sehr viel leichter, Fehler und Leckagen in Fluidsystemen korrekt zu identifizieren.

In Swagelok Seminaren lernen die Teilnehmer externe Fachleute kennen, die bei einer Problemstellung wertvolle Tipps geben können. Manchmal ist es tatsächlich am einfachsten, einen Lieferanten gezielt zu fragen, ob ein bestimmtes Problem schon einmal aufgetreten ist. Das spart Ingenieuren, Technikern, Installateuren und anderen Anwendern unter Umständen wertvolle Zeit und Mühe.

Problemdiagnostik in einem Fluidsystem

Häufig wird ein undichtes Ventil oder ein lauter Druckregler einfach durch ein baugleiches Teil ersetzt. Durch ein solches Standardvorgehen lässt sich zwar manches Problem lösen, aber eventuell liegt die Ursache viel tiefer. Ein Grund könnte beispielsweise ein zu hoher Druck im System sein, aber auch starke Vibrationen, inkompatible Materialien und Bauteile oder andere Probleme.

Es ist zwar einfach, nur ein Bauteil auszutauschen, aber wenn man nicht analysiert, warum es zu dem Ausfall kam, tritt das Problem ggf. erneut auf. Ein Schulungsprogramm zur Erkennung bestehender Probleme, der Erstellung von Reparaturplänen sowie zur Nachverfolgung von Wartungsmaßnahme kann Mitarbeitern dabei helfen, die genauen Ursachen eines Problems auf die Spur zu kommen.

Beim Auftreten von Probleme in einem Fluidsystem, ist es immer ratsam, Experten hinzuziehen; auch um zu vermeiden, dass flüchtige Emissionen auftreten. Kein System ist wie das andere – und ein Ansatz, der in der Vergangenheit einmal funktioniert hat, führt im nächsten Fall eventuell zu einem völlig anderen Ergebnis. Eine genaue Ursachenanalyse setzt jedoch ein umfassendes Verständnis der einzelnen Bauteile und des Systems insgesamt voraus. Viele Antworten lassen sich evtl. auch Online-Recherche beantworten, aber eine detaillierte Bestandsaufnahme des Zustands Ihres Fluidsystems erhalten Sie nur durch eine Besichtigung direkt vor Ort. Evaluierungs- und Beratungsservices machen sich in vielen Fällen mehr als bezahlt.  

Unkomplizierte Wege zur Verbesserung Ihres Fluidsystems

Voraussetzung für eine Anpassung am Fluidsystem ist in vielen Fällen eine Genehmigung der zuständigen Abteilung. Soll jedoch in einer Anwendung beispielsweise ein Absperrventil durch ein Kugelventil ersetzt werden, ist ein komplexer Genehmigungsprozess äußerst hinderlich und führt unweigerlich zu Verzögerungen bei der Problemlösung. Auch kommt es vor, dass das Instandhaltungspersonal die Zuständigkeit bei den technischen Mitarbeitern sieht oder umgekehrt. Dann kommt es im schlimmsten Fall zu gar keiner Handlung und in der Folge verursachen Systemausfälle nur noch höhere Kosten.

Eine mögliche Strategie besteht darin, ein Wartungs-Team einzurichten, das befugt ist, Verbesserungsmaßnahmen und Reparaturen, auf die sich alle Abteilungen geeinigt haben, ggf. beschleunigt durchführen zu lassen. Zudem sollten die Verantwortlichen monatliche Ziele festlegen, die von den betreffenden Teams einzuhalten sind. Allein schon eine enge Zusammenarbeit der Entscheidungsträger fördert den Austausch und beschleunigt das Handeln. Gleichzeitig haben alle Abteilungen Gelegenheit, gezielt Anregungen und Bedenken aus ihrer Sicht einzubringen. So fallen auch Probleme auf, die sich nur zeigen, wenn man das Gesamtsystem betrachtet.

Hier bietet es sich an, einen Experten hinzuziehen, der direkt mit den Verantwortlichen in der Anlage zusammenarbeitet. Das fördert den Austausch zwischen den Abteilungen. In vielen Fällen erhält ein Projekt durch die Einbeziehung externer Fachleute die richtige Dynamik, um das gewünschte Ergebnis effizient zu erzielen.

Anerkennung besonderer Leistungen

Wenn Mitarbeiter gerne und zuverlässig am Fluidsystem arbeiten, wird dessen Instandhaltung zum Selbstläufer. Durch Anreizprogramme können Sie die Motivation zur regelmäßigen Wartung und Instandhaltung bei den Anwendern positiv beeinflussen. Das macht sich letzten Endes über Monate oder gar Jahre darin bemerkbar, dass die Systeme proaktiv gepflegt werden. Reparaturarbeiten sind zwar meistens eine eher lästige Angelegenheit, aber bei richtiger Anregung und Motivation werden selbst die alltäglichsten Routineaufgaben mit Eifer erledigt.

Richtig aufgelegt, leistet ein Anreizsystem für die Instandhaltung einen wichtigen Beitrag zur Steigerung Ihrer betrieblichen Effizienz. Statistiken belegen, dass viele Sicherheitsvorfälle in Anlagen vermeidbar sind. Einfache Problembehebungsprozesse oder eine gut durchdachte Praxis bei der Auslegung von Anlagen tragen dazu bei, dass Kunden Kosten in Höhe von mehreren Zehntausend Euro aufgrund von Ausfallzeiten, Materialausschuss, Reinigungskosten und andere Ausgaben erspart bleiben. Werden Fehler erst bei einem Systemausfall behoben, ist dies meist mit hohem Aufwand und Ausfallzeiten verbunden. Regelmäßige Instandhaltungsarbeiten werden für Mitarbeiter interessanter, wenn sie das Gefühl haben, dass sie damit einen individuellen Beitrag zur Produktivität und Sicherheit des Fluidsystems leisten.

Weitere Überlegungen

Darüber hinaus gibt es viele weitere Möglichkeiten, um die Sicherheit eines Fluidsystems zu gewährleisten und flüchtige Emissionen zu vermeiden – wenn man weiß, worauf man achten muss:

  • Achten Sie auf Warnsignale.  Zisch-, Klapper- und Klopfgeräusche sind in vielen industriellen Produktionsanlagen ganz normal. In Fluidsystemen hingegen können solche Geräusche erste Anzeichen eines Problems sein. Experten von außerhalb erkennen kritische Geräusche womöglich schneller als die eigenen Mitarbeiter, die diese ggf. schon als normal hinnehmen.
  • Ziehen Sie grundsätzlich nur Experten zurate. Vertrauen Sie Ihre kritischen Betriebsprozesse nur Fachleuten an, die sich mit dem System bestens auskennen. Diese Experten helfen Ihnen dabei, für die Sicherheit und Leistungsfähigkeit relevante Schwachstellen ausfindig zu machen, die andere vielleicht übersehen hätten.  

Starten Sie noch heute

Mit neuen Arbeitsroutinen bringen Sie insbesondere Anlagen wieder auf Stand, die langsam an Effizienz verlieren. Bereits ein einziger Mitarbeiter, der über das nötige Know-how verfügt und engagiert ist, kann das Ruder herumreißen. Wenn die optimale Sicherheit und Leistungsfähigkeit Ihrer Systeme stets an erster Stelle steht, vermeiden Sie kostspielige Reparaturen und Unfälle. Die Experten von Swagelok erarbeiten gerne eine Strategie mit Ihnen, die perfekt auf die Anforderungen an Ihrem jeweiligen Standort angepasst ist.

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